ANKOM-Halbzeitkonferenz am 25. – 26. Juni 2013

Am 25. und 26. Juni 2013 fand ein Treffen aller vom BMBF im ANKOM-Rahmen geförderten Projekte in Hannover statt, die sogenannte ANKOM-Halbzeitkonferenz. Das HIS-HF (Hochschul-Informationssystem GmbH, Institut für Hochschulforschung), das die wissenschaftliche Begleitung der insgesamt 20 Projekte von ANKOM „Übergänge gestalten!“ verantwortet, hatte die Organisation übernommen. Ziel war es, den Austausch zwischen den Projekten zu fördern, aber auch über Vorträge und Workshops hilfreiche Anregungen zu bieten.

Das Programm bot über den gesamten Veranstaltungszeitraum hinweg Workshops zu Themen wie Lernergebnisorientierung in der Lehre, Pauschale Anrechnung, Potenziale Neuer Medien im E-Learning, DQR etc., aber auch Posterpräsentationen zu den Zwischenergebnissen in den Projekten sowie zwei Vorträge, einmal Prof. Dr. Joachim Ludwig von der Universität Potsdam über „Orientierungsprobleme beim Übergang – Professionalität als Leitidee“ und zum anderen Barabara Hemkes vom Bundesinstitut für Bildungsforschung über „Durchlässigkeit und Innovationen in der beruflichen Bildung“. Auch die Sicht der „Zielgruppe“ – also insgesamt vier Absolventen und aktuell Studierende, berufsbegleitend oder im Vollzeitstudium, mit und ohne Abitur, aber alle mit einer einschlägigen Berufsausbildung – kamen in einer Talkrunde zu Wort. Sie gaben Auskunft zu ihren Motivationen, Reaktionen des Umfelds auf ihr Studium und den Herausforderungen, denen sie sich zu stellen hatten und haben.

Die Workshops und Vorträge lieferten neue, anregende Sichtweisen auf verschiedene Themenbereiche, die jetzt in die weitere Konzeption von Lehrmodulen im AKIB-Projekt einfließen. Das trifft vor allem in Bezug auf den zielführenden Einsatz und die Potenziale Neuer Medien im E-Learning-System Moodle der Fernweiterbildung zu, die von Claudia Bremer von der Goethe-Universität Frankfurt sehr anschaulich vermittelt worden waren. Zu einem sehr großen Teil wurde das Projektteam aber auch in der bisherigen Einschätzung verschiedener Aspekte bestätigt. Das gilt für eine Lernergebnisorientierung in der ortsungebundenen Lehre, die auf eine Kompetenzorientierung abzielt. Einige Teilnehmende am Workshop wiesen auch darauf hin, dass die Formulierung der angestrebten Lernergebnisse sehr schwer und der Erfolg der ausformulierten Lernergebnisse nicht unbedingt messbar seien. Diese beiden zentralen Anforderungen bei einer Lernergebnisorientierung und späteren Anrechnung von Kompetenzen für ein Studium bleiben letztlich unzureichend gelöst.

Die Posterpräsentation (Link zu einer Übersicht aller Posterpräsentationen der Konferenz) bot bei aller Heterogenität der Projektthemen einen Überblick über neue Entwicklungen in der berufsbegleitenden Weiterbildung, an der das AKIB-Projekt selbstverständlich mit einem eigenen Poster-Beitrag teilnahm. Das eine und andere Projekt fand so zu einem direkten Austausch, was noch zu der einen oder anderen möglichen Kooperation führen kann.

Alles in allem war die ANKOM-Halbzeitkonferenz ein voller Erfolg. Es herrschte eine angenehme, gesprächsfördernde Atmosphäre. Die anvisierten Ziele wurden erreicht und das AKIB-Projektteam kehrte gestärkt aus Hannover zurück.