Beendigung der Online-Umfrage

Am 12.12.2012 wurde eine Online-Umfrage gestartet, die an die Teilnehmenden der Fernweiterbildung und die Studierenden der Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam gerichtet war. Neben soziodemographischen Angaben sollten einerseits Selbsteinschätzungen zu 30 ausgewählten Schlüsselkompetenzen abgegeben werden. Andererseits wurde von den Befragten der Anteil der Fachhochschule Potsdam an der Weiterentwicklung der Schlüsselkompetenzen bewertet. Diese Umfrage ist nun heute Morgen um neun Uhr geschlossen worden.

Wir freuen uns, dass von 509 möglichen, per Maillinglisten angesprochenen Personen 219 die Umfrage abgeschlossen haben. Das entspricht einer Rücklaufquote von 43%, was sehr zufriedenstellend ist. Die Auswertungen können jetzt beginnen und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umfrage, die ihre E-Mail-Adresse angegeben haben, werden am kommenden Mittwoch, den 30.01.2013 zwei Kindle Paperwhite (eReader) verlost. Wir werden dann an dieser Stelle ebenfalls darüber informieren.

Online-Umfrage gestartet

Heute wurde die Online-Umfrage zur Messung der in den Expertenworkshops bestimmten Schlüsselkompetenzen in den Informationsberufen gestartet. Das Ziel dieser Umfrage ist unter anderem ein Vergleich zwischen den beiden Bildungswegen „Direktstudium“ und „Fernweiterbildung“ an der Fachhochschule Potsdam. Dazu wurden Studierende und Teilnehmende der Fernweiterbildung in den Bereichen Archiv und Bibliotheksmanagement eingeladen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Konzeption spezifischer Lehrmodule, anhand derer einzelne Schlüsselkompetenzen gefördert werden.

Die Erhebung wird bis zum 23. Januar 2013 dauern. Nach der Datenauswertung werden die Ergebnisse ebenfalls an dieser Stelle präsentiert.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme an der Umfrage und bedanken uns schon einmal ganz herzlich bei allen Befragten für Ihre Unterstützung!

Bericht von den zwei AKIB-Expertenworkshops

Wie im vorherigen Beitrag angekündigt, fanden im Rahmen des AKIB-Projektes am 02. Oktober für das Bibliothekswesen und am 08. Oktober 2012 für das Archivwesen zwei Expertenworkshops in Berlin statt. Das Deutsche Institut für Pädagogische Forschung (DIPF) hatte freundlicherweise als Projektpartner seine Räumlichkeiten an der Warschauerstraße 36 zur Verfügung gestellt. In diesem Beitrag soll nun über den Verlauf der Expertenworkshops berichtet werden.

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Expertenworkshops am 02.10. und 08.10.2012 in Berlin

Das AKIB-Projekt hat zum Ziel, die Vermittlung akademischer Kompetenzen für die Informationsberufe an der Fachhochschule Potsdam auf die sich ändernden Anforderungen im beruflichen Alltag anzupassen (siehe Ziele des Projekts AKIB). Hierzu wurde im Projekt zunächst bestimmt, dass unter akademischen Kompetenzen die sogenannten Schlüsselkompetenzen in Abgrenzung zu den Fachkompetenzen aufgefasst werden. Letztlich sind es die Schlüsselkompetenzen, die es den Beschäftigten ermöglichen, sich den anstehenden, zunehmend wandelnden Aufgaben erfolgreich zu stellen und sich gegebenenfalls fehlende, aktuelle Fachkompetenzen für den Beruf nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens anzueignen.

Es gilt demnach die Frage zu beantworten, welche Schlüsselkompetenzen in der Ausübung des Berufs als Diplom- bzw. Bachelor-Bibliothekarin und -Bibliothekar im Allgemeinen benötigt werden und welche davon von zentraler Bedeutung sind. Diese Frage können nur die Berufstätigen in Bibliotheken und Archiven selbst aus ihren täglichen Erfahrungen heraus beantworten. Aus diesem Grund werden – jeweils für das Bibliotheks- und das Archivwesen eigenständig – zwei Expertenworkshops am 2. Oktober 2012 (Bibliothek) und am 8. Oktober 2012 (Archiv) in Berlin veranstaltet.

Eingeladen wurden bei paritätischer Geschlechterverteilung jeweils zehn Expertinnen und Experten der beiden Informationsberufe, die sich größtenteils in der Ausbildung und bei Fragen zum Berufsbild engagieren. Sie sind Beschäftigte des gehobenen und höheren Dienstes oder haben eine vergleichbare Stellung in der freien Wirtschaft. Außerdem wurde bei der Auswahl darauf geachtet, dass Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Bibliothekstypen wie öffentlichen  und wissenschaftlichen Bibliotheken oder Spezialbibliotheken teilnehmen und analog dazu verschiedene Archivsparten wie Staats-, Medien- und Kommunalarchive repräsentiert sind. Die Teilnehmenden der Expertenworkshops kommen aus Hamburg, Bonn, Hannover, Münster, Rostock, Prenzlau, Potsdam und Berlin. Diese Auswahl berücksichtigt möglichst umfassend die vielfältigen Blickwinkel beider Berufsgruppen.

Die Moderation beider Veranstaltungen wurde extern an Frau Jana Löffler von der artop GmbH, einem Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin, übertragen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass mittels erprobter Moderationstechniken und neutraler Gesprächsführung eine freie und unbeeinflusste Diskussion geführt werden kann. Die Expertinnen und Experten tragen so die grundsätzlich benötigten Schlüsselkompetenzen in Bezug auf die Verantwortungsbereiche zusammen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Diplom- bzw. Bachelor-Abschlüssen in Bibliotheken und Archiven übernommen werden. Anschließend gewichten sie aus diesen die zentralen Schlüsselkompetenzen.

In einem zweiten späteren Schritt werden die Ergebnisse beider Expertenworkshops in die Konzeption von Fragebögen oder Tests einfließen, die sich an die Teilnehmenden der Fernweiterbildung und des Direktstudiums an der FH Potsdam richten. Die Befragten sollen die geforderten  Schlüsselkompetenzen bei sich selbst und deren Vermittlung in der Ausbildung einschätzen. Doch zunächst sind wir, das AKIB-Projektteam, auf die Ergebnisse der beiden Expertenworkshops sehr gespannt. Selbstverständlich werden wir auf dieser Website von dem Verlauf der beiden Veranstaltungen zeitnah berichten.

Auftakt der Projekt-Initiative ANKOM

Am 29.2.2012 fand die Auftaktveranstaltung der BMBF-Initiative „ANKOM-Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung“ im Harnack-Haus in Berlin statt. Das Projekt AKIB war dabei – noch vor dem eigentlichen Projektstart!

Auf der Internetseite http://ankom.his.de/auftakt finden sie die Präsentationsfolien zu den Vorträgen, die Poster der Projekte sowie eine Galerie mit einer Auswahl an Fotos.

Diskussion vor dem Poster unseres Projektes

Unser Poster ist hier zu finden.

Ziele des Projektes AKIB

In den ca. 10.000 Bibliotheken und Archiven in Deutschland arbeiten über 40.000 Bibliothekare, Archivare u.a. Ein Drittel davon mit akademischem Abschluss. Hier steht in den nächsten Jahren ein bedeutender demographischer Wandel bevor. Die ca. 5.000 „Fachangestellte für Medien und Informationsdienste“ (FaMI), einem Ausbildungsberuf, den es erst seit ca. 10 Jahren gibt, sind gut ausgebildet, jung und motiviert und suchen nach Aufstiegsmöglichkeiten. In den Informationsberufen des „mittleren Dienstes“ gibt es deshalb einen beträchtlichen Aufstiegsstau, da für die nächst höheren Hierarchiestufen akademische Abschlüsse verlangt werden und die FaMIs jedoch für ein Studium ihre Stelle nicht aufgeben wollen. An der Fachhochschule Potsdam wird hierzu – in Deutschland einmalig – seit über zehn Jahren eine stark nachgefragte Fernweiterbildung (als Zertifikatskurs mit Übergangsoptionen in ein B.A.-Studium) angeboten.

Die Erfahrungen mit dem hier eingesetzten Modell des Blended Learning zeigen vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung der Informations- und Netzwerkgesellschaft (also des Fachgebietes der Aufstiegswilligen) Diskrepanzen bezüglich der erworbenen Kompetenzen im Vergleich zu den grundständig Studierenden. Aufbauend auf einem in den 1990er Jahren entwickelten europäischen Kompetenzraster für die Informationsberufe (CERTIDoc: Euroguide der ECIA) sollen die Kompetenzstrukturen der beiden Bildungskarrieren (berufsbegleitend vs. Direktstudium) analysiert und die entsprechenden Modulinhalte, Workloadberechnungen (CPs), Vermittlungsmethoden  und Learning Outcome-Ziele so aktualisiert werden, dass das bisherige Kursangebot in die vorhandenen Studiengänge besser überführt und spezifische Kompetenzlücken ggf. gegenseitig ausgeglichen werden können. Spezifische, übertragbare Flexibilisierungs-strukturen wie „Ausgleichsmodule“, Workshops, Summer Camps oder propädeutische Angebote in der Berufsschule sollen in diesem Rahmen entwickelt und erprobt werden.

Die Forschungsfrage des Projektes ist die der Dynamisierung der fachlichen Kompetenzmodelle und Curricula sowie die Erarbeitung von Vorschlägen zeitgemäßer Methoden der Kompetenzvermittlung im Fernstudien- und im Direktstudienmodus.

Ergebnis: ein aktualisiertes Kompetenzraster für die Informationsberufe, das nachweislich messbare und im (Fern-)Studium vermittelbare Kompetenzen aufzeigt.