AKIB-Vortrag auf dem Bibliothekartag in Bremen

Auch dieses Jahr bietet sich für das AKIB-Projekt wieder die Möglichkeit, die erzielten Projektergebnisse einer Fachcommunity vorstellen zu dürfen. Vom 03. bis 06. Juni 2014 findet der 103. Bibliothekartag mit dem Motto „Bibliotheken: Wir öffnen Welten“ im Congress Centrum Bremen statt. Wir möchten Sie hiermit auf unseren Vortrag am Mittwoch, den 04.06.2014, 13:30-15:30 Uhr, hinweisen, der im Rahmen von „Professionalität in Bibliotheken – Aus-, Fort- und Weiterbildung: Personalentwicklung, bibliothekarische Ausbildung, Berufsbild: Qualifizierung/Ausbildung für FAMIS“ gehalten wird.

Ort: Congress Centrum Bremen, Raum II / Halle 4.1.

Zeit: 04.06.2014, 13:30-15:30 Uhr

Vortragstitel: „Vom FAMI zum „information professional“ durch kompetenzorientiertes Lernen. Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt der Fernweiterbildung der FH Potsdam zum Thema überfachliche Professionalisierung.“

Abstract

Autor_innen: Andres Imhof, Judith Pfeffing, Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm
Referent: Andres Imhof

Wir würden uns über Ihren Besuch und ein Gespräch mit Ihnen sehr freuen. Für den Download der Vortragsfolien im PDF-Format klicken Sie bitte hier: AKIB-Vortrag-Imhof-et-al-BibTag-Bremen-20140604.pdf.

Peer-Feedback-Verfahren in Moodle

Wir möchten an dieser Stelle auf einen Vortrag hinweisen, der inhaltlich den Zielen des AKIB-Projekts sehr nahe steht. Unsere Kolleginnen an der Fachhochschule Potsdam, Martina Mauch vom E-Learning-Team und Luise Albrecht vom Projekt “FL² Forschendes Lernen – Lehrende Forschung”, stellten anlässlich der Tagung GML² am 13. und 14. März 2014 im Vortrag „Online-gestütztes Peer Feedback als Baustein forschenden Lernens“ die Durchführung und Evaluation des Peer Feedbacks in der Lernumgebung Moodle vor.

Im Blog des E-Learning-Teams weist Martina Mauch auf eine bemerkenswerte Erkenntnis aus der Evaluation der Lehrveranstaltung hin: Die Teilnehmenden an dem Peer Feedback empfanden das eigene Schreiben eines Feedbacks und die Auseinandersetzung mit anderen Texten für sich lehrreicher, als das Lesen von Feedbacks zu den eigenen Beiträgen. Die Stichprobe der Evaluation war mit 24 Teilnehmenden noch zu gering, um sicherere Rückschlüsse ziehen zu können, allerdings wirft sie damit zumindest eine spannende Forschungfrage auf und zwar in Bezug auf die Beurteilung des Wertes von Feedback geben und von Feedback erhalten.

Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit / Buchempfehlung

Zitat

„Wenn jemand in einem (…) Dialog etwas äußert, wird die Erwiderung des Gesprächspartners im allgemeinen nicht von genau derselben Bedeutung ausgehen, die die erste Person im Sinn hatte. Die Bedeutungen sind vielmehr nur ähnlich [Hervorhebung im Orig.] und nicht identisch. Wenn der Gesprächspartner daher antwortet, erkennt die erste Person einen Unterschied [Hervorhebung im Orig.] zwischen dem, was sie sagen wollte, und dem, was der andere verstanden hat. Beim Nachdenken über diesen Unterschied wird vielleicht das Erkennen von etwas Neuem möglich, das sowohl für die eigene Sichtweise wie auch für die Sichtweise des Gesprächspartners relevant ist.“ (Bohm 1998: 27)

Zum einem im Kontext der Stärkung reflektierender Lernprozesse in der Fernweiterbildung im Rahmen des AKIB-Projekts und zum anderen vor dem Hintergrund tagesaktueller, politischer Entwicklungen erscheint das Buch des Physikers und Philisophen David Bohm hoch aktuell:
Bohm, David 1998. Der Dialog: das offene Gespräch am Ende der Diskussionen. Stuttgart: Klett-Cotta.

E-Moderation und der Einsatz synchroner Werkzeuge zur Förderung von Schlüsselkompetenzen

PauschenweinAm 5. Dezember 2013 fand, ausgerichtet vom Forum eLearning an der TH Wildau ein Austausch zum Thema „Online Konferenzen in der Hochschullehre – E-Moderation und der Einsatz synchroner Werkzeuge, wie Adobe Connect“ statt.

Zum Thema referierte Frau Dr. Jutta Pauschenwein. Sie leitet das Kompetenzzentrum „ZML – Innovative Lernszenarien“ an der FH JOANNEUM (Graz). Frau Pauschenwein ist zertifizierte E-Moderatorin nach Gilly Salmon. Seit 2007 entwickelt und moderiert sie Online- und Blended-Trainings und seit 2012 beschäftigt sie sich mit „footprints of emergent learning“. Weiterlesen

Masterprojekt an der FHP unterstützt AKIB

Im zweiten Studiensemester des konsekutiven Masterstudiengangs Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam haben die Studierenden als Pflichtmodul an einem Projekt aktiv mitzuwirken, das über ein Wintersemester läuft. Der Modulbeschreibung (2010: 27) sind für das Projekt folgende Lernergebnisse zu entnehmen: „Die Studierenden erfahren im Sinne des forschenden Lernens die eigene Umsetzung von Konzepten und Modellen der jeweiligen gewählten Spezialisierung und können ggf. ihre persönliche Profilierung schärfen. Sie entwickeln dabei ihre Kompetenzen zur Bearbeitung von neuen komplexen Aufgaben- und Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in einem strategieorientierten beruflichen Tätigkeitsfeld weiter“.

Das AKIB-Projekt hat den Studierenden des Masterstudiengangs ein Projekt sozusagen im Projekt angeboten. Ziel ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Virtualisierungskonzepts für schlüsselkompetenzorientiertes Lernen.Rein virtuelle Onlineangebote, wie z.B. Selbstlernkurse, Videovorlesungen, virtuelle Tutorien, ermöglichen den Teilnehmenden und Studierenden einen individuellen, räumlich und zeitlich flexiblen Zugriff auf Lerninhalte. Die zu gestaltende Lernumgebung dient im Speziellen der Förderung von Analysefähigkeit und schriftlicher Ausdrucksfähigkeit. Dieses Angebot zur Förderung und Entwicklung der genannten – für wissenschaftliches Arbeiten zentralen – kognitiven Kompetenzen richtet sich an die Teilnehmenden der Fernweiterbildungen.

Folgende Fragen leiten die Forschungs- und Entwicklungsarbeit des Masterprojekts:

1.   Wie lassen sich kognitive Kompetenzen, wie Analysefähigkeit und schriftliche Ausdrucksfähigkeit in einer Distance-Learning-Umgebung nachhaltig fördern?

2.   Gibt es spezifische Charakteristika für Reflexion in den Informationswissenschaften?

3.   Wie lassen sich freie Bildungsmaterialien (open educational ressources) nutzen?

4.   Welche weiteren Schlüsselkompetenzen können wie gefördert werden?

Am 14.10.2013 hat mit fünf Masterstudierenden die erste Arbeitssitzung stattgefunden. Wir werden auf dieser Seite kontinuierlich über den weiteren Verlauf des Masterprojektes berichten.

OER Konferenz in Berlin 2013

 

Vom 14. bis 15. September fand in Berlin zu freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resourcen) in Deutschland die OER Konferenz statt (siehe https://www.wikimedia.de/wiki/OERde13 <16.09.2013>).

Der Begriff „Open Educational Resources“ (OER) wurde von der UNESCO bereits 2002 geprägt. Sie sieht in OER eine „Chance zur Förderung von Wissensgesellschaften und zur Förderung von Bildung für alle Menschen weltweit. OER verfügen über das Potenzial, Bildungsqualität zu verbessern sowie Dialog, Verbreitung von Wissen und Kapazitätsaufbau zu fördern“ (http://www.unesco.de/open_educational_resources.html <16.09.2013>). Weiterlesen

Konferenz „Forschendes Lernen“ an der FH Potsdam

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Passend zum Projektablauf fand vom 2. bis 3. September 2013 eine hochkarätige Konferenz zum Thema kompetenzbasiertes Lernen an der Fachhochschule Potsdam statt. Sie wurde organisiert von dem interdisziplinären FL² Team der Hochschule – geleitet von Prof. Harald Mieg. Weiterlesen

Publikation der aktuellen AKIB-Projektergebnisse in BuB

Hiermit möchten wir auf die neueste Veröffentlichung und Zusammenfassung der aktuellen AKIB-Projektergebnisse in der Fachzeitschrift des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), BuB – Forum Bibliothek und Information hinweisen:

Hobohm, Hans-Christoph; Groeneveld, Imke; Imhof, Andres: Schlüsselkompetenzen in Informationsberufen. Erste Ergebnisse aus dem Projekt AKIB der Fachhochschule Potsdam. In: BuB. Forum Bibliothek und Information 65, 7/8 (2013), 521-524

ANKOM-Halbzeitkonferenz am 25. – 26. Juni 2013

Am 25. und 26. Juni 2013 fand ein Treffen aller vom BMBF im ANKOM-Rahmen geförderten Projekte in Hannover statt, die sogenannte ANKOM-Halbzeitkonferenz. Das HIS-HF (Hochschul-Informationssystem GmbH, Institut für Hochschulforschung), das die wissenschaftliche Begleitung der insgesamt 20 Projekte von ANKOM „Übergänge gestalten!“ verantwortet, hatte die Organisation übernommen. Ziel war es, den Austausch zwischen den Projekten zu fördern, aber auch über Vorträge und Workshops hilfreiche Anregungen zu bieten.

Das Programm bot über den gesamten Veranstaltungszeitraum hinweg Workshops zu Themen wie Lernergebnisorientierung in der Lehre, Pauschale Anrechnung, Potenziale Neuer Medien im E-Learning, DQR etc., aber auch Posterpräsentationen zu den Zwischenergebnissen in den Projekten sowie zwei Vorträge, einmal Prof. Dr. Joachim Ludwig von der Universität Potsdam über „Orientierungsprobleme beim Übergang – Professionalität als Leitidee“ und zum anderen Barabara Hemkes vom Bundesinstitut für Bildungsforschung über „Durchlässigkeit und Innovationen in der beruflichen Bildung“. Auch die Sicht der „Zielgruppe“ – also insgesamt vier Absolventen und aktuell Studierende, berufsbegleitend oder im Vollzeitstudium, mit und ohne Abitur, aber alle mit einer einschlägigen Berufsausbildung – kamen in einer Talkrunde zu Wort. Sie gaben Auskunft zu ihren Motivationen, Reaktionen des Umfelds auf ihr Studium und den Herausforderungen, denen sie sich zu stellen hatten und haben.

Die Workshops und Vorträge lieferten neue, anregende Sichtweisen auf verschiedene Themenbereiche, die jetzt in die weitere Konzeption von Lehrmodulen im AKIB-Projekt einfließen. Das trifft vor allem in Bezug auf den zielführenden Einsatz und die Potenziale Neuer Medien im E-Learning-System Moodle der Fernweiterbildung zu, die von Claudia Bremer von der Goethe-Universität Frankfurt sehr anschaulich vermittelt worden waren. Zu einem sehr großen Teil wurde das Projektteam aber auch in der bisherigen Einschätzung verschiedener Aspekte bestätigt. Das gilt für eine Lernergebnisorientierung in der ortsungebundenen Lehre, die auf eine Kompetenzorientierung abzielt. Einige Teilnehmende am Workshop wiesen auch darauf hin, dass die Formulierung der angestrebten Lernergebnisse sehr schwer und der Erfolg der ausformulierten Lernergebnisse nicht unbedingt messbar seien. Diese beiden zentralen Anforderungen bei einer Lernergebnisorientierung und späteren Anrechnung von Kompetenzen für ein Studium bleiben letztlich unzureichend gelöst.

Die Posterpräsentation (Link zu einer Übersicht aller Posterpräsentationen der Konferenz) bot bei aller Heterogenität der Projektthemen einen Überblick über neue Entwicklungen in der berufsbegleitenden Weiterbildung, an der das AKIB-Projekt selbstverständlich mit einem eigenen Poster-Beitrag teilnahm. Das eine und andere Projekt fand so zu einem direkten Austausch, was noch zu der einen oder anderen möglichen Kooperation führen kann.

Alles in allem war die ANKOM-Halbzeitkonferenz ein voller Erfolg. Es herrschte eine angenehme, gesprächsfördernde Atmosphäre. Die anvisierten Ziele wurden erreicht und das AKIB-Projektteam kehrte gestärkt aus Hannover zurück.